Bahamas: Priorität für Schutz und sauberes Wasser nach dem „katastrophalen“ Hurrikan

Hurrikan Dorian Nach ersten raschen Einschätzungen von Behörden und Vertretern des Roten Kreuzes vor Ort wurden die Inseln Abaco und Grand Bahama auf den Bahamas schwer beschädigt.

Laut diesen Berichten haben Dorians wilde Winde und Regenfälle der Kategorie 5 Häuser und andere Gebäude beschädigt und viele Menschen ohne ausreichenden Schutz zurückgelassen. Bis zu 13,000-Häuser wurden möglicherweise schwer beschädigt oder zerstört. Auf der Insel Abaco wird angenommen, dass durch die starken Überschwemmungen die Brunnen mit Salzwasser verseucht wurden und dringend sauberes Wasser benötigt wird.

Sune Bülow, Leiter des IFRC (International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies) in Genf, sagte:

„Wir haben noch kein vollständiges Bild von dem, was passiert ist. Es ist jedoch klar, dass der Hurrikan Dorian katastrophale Auswirkungen hatte. Wir gehen davon aus, dass neben der kurzfristigen wirtschaftlichen Unterstützung auch ein umfassender Bedarf an Unterkünften sowie an sauberem Wasser und medizinischer Hilfe besteht. “

IFRC hat heute Morgen 250,000-Franken aus seinem Katastrophenhilfefonds (DREF) freigegeben, um die erste Welle der Reaktion des Bahamas-Roten Kreuzes zu unterstützen. Über 500 Familien erhalten Notunterkünfte, einschließlich Planen, Decken, Küchengarnituren und Solarzellenladegeräten.

Dieselben Familien erhalten auch bedingungslose Geldzuschüsse, die es ihnen ermöglichen, ihre Verluste zu reparieren und zu ersetzen und gleichzeitig die lokale Wirtschaft kurzfristig zu stärken. Das IFRC entsandte einen Katastrophenschutzkoordinator vor Dorians Landung auf die Bahamas, um den Notstandsbedarf zu decken.

Der Hurrikan Dorian steuert nun Florida und die Ostküste der USA an. Nach Angaben des Amerikanischen Roten Kreuzes leben 19-Millionen Menschen in Gebieten, die vom Sturm betroffen sein könnten. So viele wie 50,000-Menschen in Florida, Georgia und South Carolina benötigen möglicherweise eine Notunterkunft, abhängig von den Auswirkungen.

Hunderte von ausgebildeten Freiwilligen des Roten Kreuzes, Einsatzfahrzeuge und mehr als 30-Lastwagenladungen mit Hilfsgütern werden mobilisiert, um Menschen zu helfen, die auf dem Weg des Hurrikans Dorian leben.