Millionen von Dosen des Covid-Impfstoffs laufen in benachteiligten Ländern aus

Covid in benachteiligten Ländern: In Afrika sind nur 10 % der Bevölkerung geimpft, aber im Dezember wurden mehr als 100 Millionen Dosen zurückgewiesen oder gefährdet vernichtet. Unicef ​​prangert Lagerproblem an

Benachteiligte Länder und Covid: Der Appell von Unicef

Impfstoffe gegen Covid-19 in benachteiligten Ländern bereitzustellen, ist in Ordnung, aber die Medikamente dürfen nicht verfallen: So lautet ein Appell des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF), das besagt, dass allein im Dezember mehr als 100 Millionen Dosen abgelehnt wurden oder von Regierungen zerstört, weil sie in Gefahr waren.

Die Zahl wurde diese Woche von Etleva Kadilli, Leiterin der Lieferabteilung der Organisation, während einer Rede vor dem Europäischen Parlament genannt.

Laut Kadilli wird das Problem durch unzureichende Speicherkapazitäten in vielen Ländern verschärft

Kadilli sprach über Covax, einen von der UNO unterstützten Versorgungs- und Verteilungsmechanismus für Impfstoffe.

Laut Kadilli habe sich die Situation nach einer von Medikamentenknappheit geprägten Anfangsphase bis Ende 2021 verbessert, wenngleich es immer noch das Problem der Verfallsdaten gebe.

Auch Nigeria, mit fast 200 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas, vernichtet Dosen, weil sie abgelaufen waren.

Am 7. Dezember wurden Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen und Journalisten Zeuge, wie Bulldozer eine Deponie in der Hauptstadt Abuja planierten, um mehr als eine Million AstraZeneca-Dosen zu entfernen.

Laut Faisal Shuaib, Direktor der National Primary Health Care Development Agency, wurde die Entscheidung getroffen, um die Nigerianer von der Transparenz und Wirksamkeit des Impfprogramms zu überzeugen und gleichzeitig der Verbreitung von Verschwörungstheorien entgegenzuwirken.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat berechnet, dass bisher etwa 12 Millionen Dosen AstraZeneca in Nigeria geimpft wurden.

Heute liegt der Anteil der geimpften Bevölkerung in Afrika bei etwa 10 % und damit weit unter dem in Europa oder Nordamerika.

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Quelle:

Agentur Dire

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